Daytona Historic 2019 – Schnell aber ohne Glück

ChromeCars setzte bei den 24 Stunden Classics von Daytona zwei Autos ein, die von Britec Motorsports betreut wurden. Die Fahrer Marco Werner und Oliver Mathai bewegten einen Aston Martin GT 3 aus dem Jahre 2013, sowie einen Chevron B36 aus dem Jahr 1976. Marco Werner, der 1995 die 24 Stunden Daytona mit einem Kremer Porsche K8 gewonnen hat, lag bei seinen ersten Runden mit dem ChromeCars Chevron bei leichtem Regen lange auf Platz 1 im Gesamt der Gruppe B. «Obwohl ich das Auto noch nie vorher gefahren habe, war ich auf Anhieb damit gut unterwegs und habe mich gleich wohl gefühlt im Chevron. Ein tolles Auto mit Le Mans Geschichte, was sich auch prima fahren lässt. So lange ich fuhr war die Nummer 84 ganz oben auf den Anzeigen Turm. Ein schöner Auftakt.» so Marco Werner, der den Chevron frühzeitig im Training abstellte, «alles OK», und am Ende auf Platz Zwei war.
In den Rennläufen hatte der ChromeCars Chevron meist die Führung inne, doch das Glück war nicht auf der Seite von Marco Werner und Oliver Mathai. Ein gebrochener Zündverteiler, sowie ein kaputtes Radlager vereitelten die Weiterfahrt des führenden Chevron in der Klasse B5. Sogar der Gesamtsieg in der Gruppe B wäre machbar gewesen, deswegen gab es viele enttäuschte Gesichter bei Britec Motorsports und ChromeCars.

Auch mit dem Aston Martin lief nicht alles rund. Schon im ersten Training gab es eine gebrochene Splitteraufhängung und damit den ersten komplett zerstörten Frontsplitter. «Das Auto sprang nur, sodaß man kaum die Strecke sehen konnte» so Oliver Mathai. Und so sollte es sich die ganze Woche in Daytona durchziehen. Man war auch mit dem Aston Martin GT3 schnell unterwegs, hatte aber immer wieder Probleme mit dem Splitter und den daraus resultierenden Aerodynamik Problemen zu kämpfen. «Das ist schade. Auch hier war der Speed da für ein gutes Ergebnis. Aber auch wir müssen durchkommen. Es tut mir echt leid für das Team. Das Auto lief dieses Jahr immer gut. Wir haben am Nürburgring gewonnen, wo ich zum ersten mal auf diesem Auto saß. Wir waren so euphorisch für Daytona und dann sowas. Bei diesen Problemen sind einem die Hände gebunden. Britec Motorsports hat einen tollen Job gemacht, aber man hat einfach nicht die Möglichkeit solche Dinge vor Ort zu reparieren. Und wir hatten schon zwei Splitter. Andere Teams sind so nicht aufgestellt, die geben gleich auf. Wir haben alles Mögliche versucht. Aber eine Reparatur eines solchen Teils ist echt nur ein Versuch. Die Aero an so einem Auto ist zu empfindlich. Schade. Aber wir haben ja noch Sebring vor uns» sagte Marco Werner enttäuscht.

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